Sicherheit: Passwörter auslesen/anzeigen wenn – Passwort vergessen / bösartige Absichten

Auch diese Situation hat jeder schon einmal durchgemacht. Man hat sich vor Ewigkeiten, oder auch vor kurzem irgendwo angemeldet und einem ist kein Passwort eingefallen. Man hat etwas eingegeben und dachte man merkt es sich. Die Sicherheitsstandards aktuell sorgen aber oft dafür, dass man Groß- und Kleinbuchstaben genauso braucht wie mindestens eine Zahl und ein Sonderzeichen. Und dann muss es noch mindestens achtstellig sein. Was tun?

Alle gängigen Browser haben eine Möglichkeit gespeicherte Passwörter auch wieder im Klartext anzuzeigen. Dies setzt mittlerweile, früher war es nicht so, voraus, dass man sich mit dem Kennwort des Benutzerprofils des Betriebssystems authentifizieren muss. Mehr dazu im Artikel zuvor.

Wie ihr eure Passwörter anzeigen lassen könnt zeige ich euch für die Browser Chrome und Firefox.

Chrome

Wir klicken auf die drei Punkte um in weitere Optionen zu gelangen.

Nun suchen wir im oberen Eingabefeld nach “Passwörter” und erhalten folgendes Ergebnis:

Hier klicken wir nun auf “Passwörter verwalten” (im Bild ganz unten). Die Ansicht ändert sich ein wenig und wir bekommen eine Auflistung, sofern zuvor Passwörter gespeichert wurden.

Klicken wir nun auf das Augen-Symbol (vorletztes Symbol), werden wir nach unserem Passwort vom Benutzerkonto des Betriebssystems gefragt. Eben jenem Konto mit dem man sich unter Windows, macOS oder Linux anmeldet. Unter Umständen kann, dies muss aber nicht sein, je nach Betriebssystem der Benutzername bereits vorausgefüllt sein. Unter Windows 10 sieht die Abfrage bei mir wie folgt aus:

Da ich mit einem Microsoft Online-Konto angemeldet bin müsste ich hier meine E-Mail Adresse als Benutzername eingeben und bestätigen. Ist das Passwort korrekt, seht ihr euer Passwort für diese eine Seite im Klartext, dass Bild hierzu werde ich mir sparen.

Firefox

Auch beim Feuerfuchs muss man erweiterte Optionen anzeigen lassen, über folgenden Knopf (siehe unten).

Danach klicken wir auf “Einstellungen” und tippen in die Suchmaske oben rechts “Passwörter” ein. Wir erhalten folgende Ansicht:

Über “Gespeicherte Zugangsdaten…” kommen wir zu folgendem Dialog:

Wie man sieht verwende ich Firefox nicht und habe deswegen keinen Eintrag. Aber ebenso wie im Chrome würden wir hier die Webseite auswählen und auf “Passwörter anzeigen” klicken um in einen Dialog zur Authentifizierung zu kommen.

Sicherheit: Im Browser gespeicherte Passwörter – Wie sicher sind sie wirklich?

Jeder kennt es. Gerade wenn man sich ein frisches Gerät kauft, ob Computer oder Notebook. Beim Smartphone bleibt man manchmal verschont. Egal ob Chrome oder Firefox, Edge oder Opera. So ziemlich jeder Browser hat heutzutage die Funktionalität die Passwörter eines Benutzers zu speichern. Und das ist toll. Wirklich! Ich muss mir kein Passwort mehr merken oder es nicht jedes Mal eintippen sind dabei die Gedanken die man hat. Man ist froh, dass der Browser einem die Arbeit abnimmt. Personen die um ihre Daten besorgt sind kann ich aber, teilweise, beruhigen. Solange man nicht mit einem Firefox Sync oder einem Google oder Opera Konto angemeldet ist, werden Passwörter nicht mit den jeweiligen Servern der Anbieter synchronisiert. Das bedeutet, diese Daten bleiben nur auf dem lokalen Gerät gespeichert. Und das tollste daran ist, sie werden verschlüsselt gespeichert. Damit ist ja alles sicher und unbedenklich, denkt man.

Mal abgesehen von der Tatsache, dass jede Verschlüsselung irgendwann einmal als unsicher gilt und geknackt wird gibt es aber einen vergleichsweise einfachen Umstand den man sich zu Nutze machen kann. Wer diese Frage beantwortet kann sofort wissen ob seine Daten gefährdet sind, theoretisch.

Ist das Benutzerkonto unter Windows, macOS oder Linux mit einem Passwort geschützt?

Wenn ja, ist schon mal eine mögliche Quelle ausgeschaltet das Passwort auszulesen, denn alle Browser bieten auch die Möglichkeit gespeicherte Passwörter anzuzeigen. Das kann sinnvoll sein, wenn man sein Passwort auf einer Seite einmal vergessen hat, oder zum Verhängnis werden, wenn das Benutzerkonto des Betriebssystems nicht mit einem Passwort versehen ist. Grund ist der, dass die Browser die Passwörter nur im Klartext darstellen, wenn man das Passwort des Benutzerkontos eingibt und es korrekt ist. Ein nicht vorhandenes Passwort bedeutet im schlimmsten Fall zum Beispiel unter macOS, dass ich die Abfrage einfach nur mit “OK” bestätigen muss, denn der Benutzer ist vorausgefüllt und es ist ja gar kein Passwort gesetzt, also ein leeres Feld wäre das korrekte Passwort.

Fazit

Egal ob man was zu verbergen hat oder nicht. Ein Benutzerkonto sollte in jedem Fall mit einem Passwort geschützt werden. Natürlich gibt es andere Methoden an die Daten zu kommen, dazu mehr in einem späteren Artikel.