Linux Aliase einrichten

Damit ich unter meinem Ubuntu Linux nicht ständig die Datei heraussuchen muss um herauszufinden wie man aliase dauerhaft „speichert“, hab ich mir folgendes winziges Shell-Skript gebastelt:

Das Skript benötigt die entsprechenden Rechte zur Ausführung:

Der Aufruf erfolgt dann wie folgt über die Kommandozeile:

In diesem Beispiel-Aufruf möchte ich, dass „l“ mein Alias wird, der folgendes ausführen soll: „ls -ltr -sh

Crossplattform Passwort-Manager Enpass

Gerade heutzutage wird das Thema Sicherheit immer wichtiger. Wir alle haben diverse Logins auf verschiedenen Webseiten und viele nutzen leider immer nur ein oder zwei Passwörter für alle Dienste. Bis vor wenigen Jahren gab es noch keine Zwei-Faktor-Authentifizierung (2FA), heutzutage schon. Die 2FA schützt die Accounts deutlich besser, dennoch sollte man unterschiedliche Passwörter für jede Webseite und jeden Dienst haben.

Auf der Webseite „Have I been pwned“ kann man eine E-Mail-Adresse oder einen Benutzernamen eingeben und erfährt, ob man von einem Daten-Leck betroffen sein könnte oder nicht. Natürlich ist diese Liste vermutlich nicht vollständig und man sollte sich nicht darauf verlassen, nicht doch betroffen zu sein.

Egal ob ihr nun betroffen seid oder nicht, es zeigt uns, dass wir unsere Accounts absichern müssen und das am Besten doppelt und dreifach. Doppelt kriegen wir ohne Probleme bei fast allen Webseiten und Diensten hin:

  1. Ein einmaliges sicheres Passwort (Länge, Groß/Kleinschreibung, Sonderzeichen, etc.) für jede Webseite/Dienst verwenden
  2. Zwei-Faktor-Authentifizierung (2FA) aktivieren

Die Zwei-Faktor-Authentifizierung wird zwar von den meisten, aber auch heute eben nicht allen Webseiten angeboten. Wichtig ist hier im übrigen auch, sich die Backup-Codes die man erhält an einem sicheren Ort aufzubewahren, digial oder im Bankschließfach.


Jetzt habt ihr für jede Webseite und jeden Dienst ein eindeutiges Passwort, nur wie merkt ihr euch diese? Es gibt zahlreiche Passwort-Manager auf dem Markt, mehr oder weniger gute und mehr oder weniger teure. Einige Beispiele:

  • KeyPass
  • 1Password
  • Enpass

KeyPass ist ein Programm was relativ lange existiert aber nicht alle Features wie 1Password oder Enpass bietet. 1Password war lange Zeit nur der Mac-Welt bekannt und meist genutzt und existiert auch schon länger. Enpass hingegen wird immer beliebter. Ein Grund ist unter anderem das Vermarktungsmodell. 1Password gibt es seit einiger Zeit als Version 6 ausschließlich im Abonnement. Die letzte Standalone Version war Version 4 und diese konnte einmalig für Windows und einmalig für Mac oder zusammen in einem Paket gekauft werden. Da die Unterstützung aber wohl zeitnah eingestellt wird, muss man zur Abo Version greifen. Ein Abo in der Single-Version kostet in Deutschland monatlich 4,49€, die Amerikaner hingegen müssen nur $2,99 zahlen. Die Family-Version kostet 7,49€ in Deutschland und $4,99€ in den USA. Der Vorteil: Alle Geräte/Betriebssysteme sind inklusive und in der Family können 5 Benutzer ihre Daten in eigenen Tresoren oder geteilten Tresoren ablegen.

Für mich als Auszubildender ist Geld knapp, weswegen die Abo-Version von 1Password für mich nicht in Frage kam. Wie der Zufall es so wollte, stieß ich auf Enpass. Enpass hat den Vorteil, dass es in der Desktop-Variante für Windows, Linux und macOS kostenlos daherkommt und für die mobilen Varianten iOS und Android einmalig 10,99€. Synchronisiert wird mit Dropbox, OneDrive, Google Drive, WebDAV (ownCloud/Nextcloud) und weiteren zwischen den Geräten und als Backup. Die Oberfläche von Enpass ist deutlich schlanker und intuitiver als die von 1Password bietet aber ebenso Funktionen wie benutzerdefinierte Felder wie 1Password. Zusätzlich zu den Desktop-Versionen und den mobilen Varianten gibt es noch eine Portable-Version zur Verwendung auf z.B. USB-Sticks, die das Leben nochmals erleichtert.

Zudem bieten Enpass, wie auch 1Password diverse Browser-Erweiterungen an um die Integration in alle gängigen Browser nahtlos zu machen. Login-Daten lassen sich so auf Knopfdruck ausfüllen.

Enpass bekommt ihr hier: https://www.enpass.io/


Mein Eindruck:

Enpass wie auch 1Password sind tolle Passwort-Manager die in der Grundfunktion beide überzeugen. Beide trumpfen mit Erweiterungen und diversen Features. Für mich persönlich ist die Enpass Oberfläche etwas schlanker und moderner aufgesetzt und durch die Abo-Kosten bei 1Password fällt es für mich weg.

Ich benutze Enpass mittlerweile als Desktop-Version für Windows und macOS sowie als Portable und als kostenloser Testversion für iOS. Bisher konnte ich keinen Absturz verzeichnen und die Einrichtung war einfach. Auch die Synchronisierung mit Dropbox funktioniert super. Lediglich die Aktivierung der Browser-Erweiterungen musste einmal manuell in den Einstellungen vorgenommen werden, dass musste ich aber erst selber herausfinden. Für mich ist Enpass eine absolute Empfehlung.

Lediglich wenn man mehrere Tresore oder vielmehr mehrere Familien-Mitglieder versorgen möchte, macht meiner Meinung nach 1Password Sinn.

Zugewiesene PHP Variablen mit Smarty parsen

Wer in PHP mit Smarty arbeitet, die oft als Template-Engine bezeichnet wird, der wird eventuell auch schon einmal in dieser Situation gewesen sein. Man möchte eine an Smarty zugewiesene Variable parsen, denn dort befinden sich Smarty-Variablen. Dies ist zum Beispiel der Fall, wenn ich Texte direkt aus der Datenbank ziehe.

Ein einfaches Beispiel:

Unser Template:

Die Ausgabe: Willkommen auf {$SITE_TITLE}.

Damit wir nun unser gewünschtes Ergebnis bekommen verwenden wir die eval Funktion (bitte mit Bedacht verwenden!). Unser Template bekommt eine kleine Änderung und sieht dann wie folgt aus:

Die Ausgabe: Willkommen auf SmattyCore.de

WordPress (Plugins, Themes, etc.) ohne FTP Account aktualisieren

Wer wie ich zum Beispiel WordPress zum Testen in einer VM betreibt und keinen FTP-Zugang hat oder einrichten möchte kann sich mit einem einfachen Trick behelfen.

Ihr müsst folgenden Code (siehe unten) in eure wp-settings.php einfügen und WordPress kann dann Aktualisierungen ohne FTP-Account durchführen und fragt euch auch nicht mehr nach Zugangsdaten:

 

Stronghold / Crusader / Extreme / HD startet auf Windows 10 nicht

Wer auch Probleme beim Starten von den alten Stronghold-Spielen unter Windows 8, Windows 8.1 oder Windows 10 hat, darunter:

  • Stronghold und Stronghold HD
  • Stronghold Crusader und Stronghold Crusader HD
  • Stronghold Extreme und Stronghold Crusader Extreme HD

der muss zuerst einmal Direct Play, mittlerweile ein „Legacy-Feature“ aktivieren. Dazu suchen wir nach „Windows Features“ und öffnen das Fenster zum Aktivieren oder Deaktivieren von Windows-Features.

Im Anschluss müssen wir nur noch das DirectPlay, welches unter Legacykomponenten (Legacy Features in der englischen Version) zu finden ist, aktivieren.

Nach der erfolgreichen Aktivierung einfach nochmals das Stronghold Spiel starten und nun sollte es funktionieren.

Die alten Stronghold-Spiele verwendeten für die Multiplayer-Funktionalitäten das früher von Microsoft bekannte DirectPlay (aus Zeiten von Windows 2000 und XP). Heutzutage kann man GameRanger für Multiplayer-Spiele verwenden, DirectPlay muss trotzdem nach wie vor aktiviert sein um das Spiel starten zu können.

WLAN Signal verstärken

Dies ist ein Artikel vom Gast-Autor Merlin Moore von 10Tails.net. Hiermit möchte ich mich noch einmal herzlich bei Dir dafür bedanken!


Mit Smartphones, Tablets und modernen Laptops, die mittlerweile meistens keinen Ethernet Port besitzen ist man heutzutage auf kabelloses Internet angewiesen. Umso ärgerlicher ist es, wenn das WLAN Signal im eigenen Haus instabil ist und nicht besonders weit reicht. Die Gründe für ein schwaches WLAN Signal sind zahlreich und reichen von tatsächlichen technischen Schwächen zu sehr simplen Grundeinstellungen, die gerne missachtet werden. In den meisten Fällen können Sie es sich sparen einen Techniker zur Hilfe zu rufen, denn aus meiner Zeit im Systemsupport kann ich berichten, dass sich eine erschreckend hohe Anzahl an Problemen mit der Signal Reichweite beheben lässt, indem man den Router richtig positioniert und die Antennen ausrichtet.

Natürlich kann den Problemen mit Ihrem Netzwerk eine wirkliche technische Ursache zu Grunde liegen. Zwei der Indikationen hierfür die mir am häufigsten begegnet sind wären z.B.:

  1. Eine aktive WLAN Verbindung, jedoch kein Datenverkehr. Zur Diagnose empfiehlt sich hier eine Software zum Sniffen des Datenverkehrs, wie z.B. das kostenlose Wireshark.
  2. Ein abrupter Abbruch der Verbindung in regelmäßigen Zeitabständen. Um dem Problem auf den Grund zu gehen, wird hier empfohlen die Zeitabstände der Abbrüche zu Messen und zu dokumentieren, ob diese Abbrüche ein Auftretensmuster zeigen. Viele Router besitzen in Ihrem Dashboard einen Traffic Monitor, der Aufschluss über diese Daten geben kann.

Wenn Sie unzufrieden sind mit der Reichweite Ihres WLAN Signals kann ein Blick auf die folgende Infografik – 10 einfache, wie hilfreiche Tipps für ein besseres WLAN Signal – die Lösung für Ihr Problem sein.

Quelle: 10Tails.net
Link: https://10tails.net/wlan-signal- empfang-verstaerken/

Speicherplatz unter Windows freigeben

Im Laufe der Zeit sammelt Windows einiges an Megabyte oder sogar Gigabyte an Daten an. Dies passiert durch das Herunterladen von Updates, Treiberpaketen, Log- und Fehlerberichtdateien, Schattenkopien, etc. Aber es gibt Abhilfe und die ist relativ einfach. Ich veranschauliche das in einer Schritt-für-Schritt Bildanleitung unter einem Windows 10 Betriebssystem:

Schritt 1

„Speicherplatz“ eingeben reicht aus um die Auswahl „Speicherplatz durch Löschen nicht erforderlicher Dateien freigeben“ aus der Systemsteuerung aufzulisten.

Schritt 2

Das Laufwerk auswählen auf dem das Betriebssystem installiert ist, in der Regel sollte die Vorauswahl stimmen und das Laufwerk C sein.

Schritt 3

Man bekommt nun diese Auswahl. Diese Auswahl listet jedoch nicht alle löschende Dateien auf. Damit uns die Datenträgerbereinigung wirklich alles auflistet müssen wir zuerst den Knopf „Systemdateien bereinigen“ anklicken.

Schritt 4

Hat man den Button gedrückt, wird man erneut nach dem Laufwerk gefragt, da das Tool quasi nochmal von vorne ausgeführt wird. Wir wählen also wieder unser Laufwerk aus.

Ist dies bestätigt werden erneut alle Daten gesucht, dies kann je nach Menge der vorhandenen Daten eine Menge dauern.

Schritt 5

Nun haben wir die gesamten Daten die vom Betriebssystem nicht mehr benötigt werden und gelöscht werden können.

Hier sollten die gewünschten oder alle Haken gesetzt sein. Bevor wir hier allerdings mit OK bestätigen wählen wir oben den Tabreiter „Weitere Optionen“ aus.

Schritt 6

Wir bekommen diese Auswahl und müssen unter „Systemwiederherstellung und Schattenkopien“ auf den Knopf „Bereinigen…“ drücken um alle Schattenkopien zu entfernen. Diese können je nach Konfiguration eine zweistelligen Gigabyte Anzahl an Speicherplatz belegen.

Man bekommt keine weitere Rückmeldung von der Datenträgerbereinigung, das Löschen beginnt sofort und im Hintergrund. Lediglich eine Info-Meldung könnte auftauchen, jedoch keine Erfolgs- oder Fehlermeldung des Löschvorgangs.

Schritt 7

Der letzte Schritt ist wieder zurückzugehen auf den Tabreiter „Datenträgerbereinigung“ und dann mit „OK“ zu bestätigen. Der Löschvorgang beginnt und der Speicherplatz wird freigegeben, indem die angehakten Elemente gelöscht werden.

Hinweis:

Speicherplatz über die Datenträgerbereinigung freizugeben kann und sollte des Öfteren durchgeführt werden. Je nach Verhalten des Betriebssystems und des Nutzers fallen mehr oder weniger schnell viel „Müll“ an. Einmal im Monat oder nach einem Windows 10 Upgrade reicht dies aber vollkommen aus.

(Geschützte) Partition lässt sich nicht löschen – Windows/diskpart

Nun ist es mal wieder passiert: Ich hab für eine zweite Windows 10-Installation mal eine ältere 2,5″ 500GB HDD eingebaut und musste erst einmal alle Partitionen entfernen. Die Datenträgerverwaltung zeigte mir neben der Daten-Partition noch vier weitere an: Zwei System reservierte und zwei Wiederherstellungspartitionen.

Was hilft denn bei solchen Problemen? Klar, diskpart.

  1. Windows-Taste + X
  2. Eingabeaufforderung (Administrator)
  3. diskpart eingeben und mit Enter den Befehl absetzen

Nun gibt es ein paar Befehle zum Bedienen von diskpart:

  • list disk
    Listet alle verfügbaren HDDs, SSDs, etc. auf
  • select disk 0
    Selektiert „Disk“ mit der ID 0 (0 ggf. durch entsprechende Zahl ersetzen)
  • list partition
    Listet alle Partitionen der vorher ausgewählten „Disk“ 0
  • select partition 0
    Selektiert die Partition mit der ID 0 (0 ggf. durch entsprechende Zahl ersetzen) der vorher ausgewählten „Disk“ 0
  • delete partition (ACHTUNG, UNUMKEHRBAR!)
    Löscht die vorher gewählte Partition

Für besonders hartnäckige Fälle, zum Beispiel wenn es sich um geschützte Partitionen wie im Bild unten handelt, kann man den override-Zusatz benutzen

  • delete partition override (ACHTUNG, UNUMKEHRBAR!)
    Löscht die vorher gewählte Partition

Wie man sieht klappt der override-Zusatz wunderbar und damit lässt sich dann auch nahezu jede Partition löschen, der Beweis:

Hoffentlich hilft es euch auch mal.

Linux (Ubuntu) Probleme bei Installationen – fehlende Abhängigkeiten

Heute ist mir beim Aufsetzen einer neuen Ubuntu-VM passiert, dass sich das Google Chrome .deb-Paket nicht installieren lies. Es öffnete sich zwar das Ubuntu Software-Center, beim Klick auf „Installieren“ passierte jedoch nichts. Die Anleitung funktioniert ebenso für jedes andere .deb-Paket, dieses Beispiel bezieht sich auf die Installation von Google Chrome.

Allerdings ist es auch möglich Debian-Pakete manuell über das Terminal zu installieren:

  1. Der Einfachheit halber in das Verzeichnis des .deb-Pakets wechseln, z.B.
  2. Folgenden Befehl müssen wir dann anschließend ausführen:

Dann konnte die Installation aber auf Grund fehlender Abhängigkeiten nicht installiert werden. Dies kann man wie folgt lösen:

Damit ließen sich dann die Abhängigkeiten und das Paket installieren und Google Chrome tauchte im Software-Center auf und konnte gestartet werden.

LEMP-Installationsskript

Hier findet ihr ein kleines Hilfeskript. Dieses muss unbedingt als root ausgeführt werden! Vorausgesetzt wird ein Linux mit installiertem apt-get. Mit diesem Skript wird zuerst das Betriebssystem aktualisiert und im Anschluss werden folgende Dinge installiert:

  • MariaDB Server und Client
  • nginx Webserver
  • PHP 7.0-FPM
  • PHP 7.0 MySQL Binds, welche die MySQL/MariaDB Funktionen zur Verbindung liefern
  • phpMyAdmin
  • openssh-server für den SCP Zugriff im Anschluss

Nach den Paketinstallationen muss man lediglich phpmyadmin konfigurieren. Hier ist es im Grunde nur wichtig, dass man den Benutzer und das Passwort angibt, sodass sich phpmyadmin mit der MySQL bzw. in diesem Fall MariaDB verbinden kann. Wer statt MariaDB lieber MySQL verwenden möchte muss lediglich die Pakete mariadb-server und mariadb-client ändern in mysql-server und mysql-client. Der Rest ist identisch.

Im Anschluss daran werden die php.ini und die www.conf automatisch angepasst und zum Schluss wird nginx für PHP und phpmyadmin konfiguriert. So ist es möglich, dass PHP-Skripte ausgeführt werden können und phpMyAdmin über die URL http://eure-ip-oder-hostname/phpmyadmin erreichbar wird.

Dieses Skript wurde am 10.01.2017 erstellt und am selben Tag mit einem Clean-Install von Ubuntu Server 16.10 getestet.

Installations-Skript